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Systemische Familientherapie

In der Systemischen Familientherapie wird die Aufmerksamkeit insbesondere auf unser Familiensystem gelenkt. Jeder Mensch ist Teil eines solchen Systems und damit eines Beziehungszusammenhangs und einer bestimmten Ordnung. Dadurch entsteht eine Verbindung zum Verhalten, den Problemen und Schicksalen der anderen Familienmitglieder, egal ob dies dem Einzelnen bewusst oder unbewusst ist.
Durch schwere Schicksalsschläge oder belastende Ereignisse und die Reaktion der einzelnen Familienmitglieder darauf kann die grundlegende Ordnung in unserem System gestört werden. Dies hat oft direkte Auswirkungen auf unser Leben und findet seinen Ausdruck in körperlichen und seelischen Symptomen. So kann z.B. der frühe Verlust eines Elternteils dazu führen, dass jemand nicht richtig ins Leben kommt. Häufig zeigt sich dies in Verhaltensauffälligkeiten und Schulproblemen bei Kindern, gehäuften Unfällen, Scheitern in Beruf oder Beziehungen, Depression, schweren körperlichen und seelischen Krankheiten, Selbstmordgedanken usw.
Die unbewussten, unheilvollen Verbindungen innerhalb eines Familien-systems wirken oft über mehrere Generationen hinweg. Ziel der Systemischen Familientherapie ist es, diese Verstrickungen bewusst zu machen, die Ordnung in unserem inneren Bild wieder herzustellen und die Liebe wieder zum Fließen zu bringen.
Dies geschieht in Form von Familienaufstellungen in Gruppen- oder Einzelarbeit.
Zunächst werden wesentliche Ereignisse in der Familie in den letzten zwei bis drei Generationen erfragt und das Anliegen des Klienten geklärt.
Dann wählt der Klient für jedes Mitglied einen Stellvertreter (oder in der Einzelarbeit ein Symbol, ein Kissen oder eine Schablone) aus. Der Klient gibt dann spontan jedem „Familienmitglied“, nach seinem Gefühl, einen Platz im Raum und eine Blickrichtung. Von einem Platz außerhalb beobachtet der Klient das Geschehen. Die Stellvertreter geben Auskunft über ihr Empfinden an dem jeweiligen Platz. In der Einzelarbeit fühlen sich der Therapeut und der Klient in die jeweiligen Rollen ein oder stellen sich nacheinander auf die unterschiedlichen Plätze.
Auch wenn es bislang wissenschaftlich noch keine ausreichende Erklärung für dieses Phänomen gibt, zeigt die Erfahrung immer wieder, dass die Stellvertreter an ihrem Platz Zugang zu den Gefühlen und Beziehungen der betreffenden Familienmitglieder haben.
So können Verstrickungen, unbewusste Konflikte und nicht verarbeitete Gefühle Einzelner deutlich werden. Im Rahmen der Aufstellung wird versucht, Verstrickungen zu lösen und wieder eine Ordnung herzustellen, in der jedes Familienmitglied einen guten Platz hat.
Als Therapeutinnen begleiten und unterstützen wir Sie mit Achtsamkeit und Einfühlungsvermögen bei Ihrer
Auseinandersetzung mit dem eigenen Familiensystem.