Click! Info zum Logo des HTPZ Homöopathisch Therapeutisches
Praxis Zentrum
Pettenkoferstr. 1, 80336 München
Tel.: 089 – 55 25 99 0
Fax: 089 – 55 25 99 13
Notruf: 089 – 55 25 99 11
 
Information Information Homöopathische Behandlung des ADS/ADHS
Dr. med. Nikolaus Hock, Arzt für Psychiatrie
 
 
Lesen Sie auch:
 
Unser Logo
Homöopathie
Das homöopathische Prinzip
Information! Homöopathische Behandlung des ADS/ADHS
Akupunktur
Psychotherapie
Tiefenpsychologisch fundierte Körperpsychotherapie
Systemische Familientherapie
Familien- und Organisationsaufstellungen
Focusingberatung und
-therapie
 
Definition Definition von ADS/ADHS : Aufmerksamkeitsdefizitstörung
    – (mit/ohne Hyperaktivitätsstörung)
 
• Konzentration vermindert
• erhöhte Ablenkbarkeit
• gesteigerte Impulsivität
 
Beiden gemeinsam ist, dass Erziehungsmethoden in der Regel versagen und dass die Frage nach der Schuld am Verhalten der Kinder fehl am Platz ist.
 
Diagnose Diagnose
Es ist schwierig, eine entgültige Diagnose zu stellen. Entscheidend für die Diagnose ist ein Gesamtbild aus:
• bisherige Lebensgeschichte (einschließlich Familienanamnese)
• Verhaltensbeobachtung
• Entwicklungsgeschichte
• psychologische Tests
• neurologische und körperliche Untersuchung (Labor)
• evtl. zur Ergänzung neuro-physiologische Untersuchung
 
Die Kinder kommen in die psychiatrisch/homöopathischen Praxis häufig bereits mit der Diagnose ADS/ADHS, die nicht unbedingt stimmt. Die meisten Untersuchungen dienen zur Ausschluss-Diagnostik. Erst wenn alle Untersuchungspunkte keine Auffälligkeit ergeben, ist die Diagnose – z.B. ADS – zulässig.
Psychologische Testverfahren sind mit Skepsis zu betrachten. Diese spiegeln oft die Realität nicht wieder, sondern die Testsituation / Motivation des Kindes, und dienen z.T. der Legitimation der Therapie und der Kostenübernahme.
 
Erkrankungen/Faktoren Ausschließende Erkrankungen/Faktoren
• Hochbegabung
• soziale und familiäre Probleme
• Entwicklungsstörungen
• hirnorganische Störungen/Erkrankungen (z.B. Tumor, Verletzungen)
• psychische Erkrankungen
• neurologische Erkrankungen
• Schulprobleme
• Folgen von Misshandlung/Vernachlässigung
• schwer belastende Erlebnisse
• Schädigung durch Umweltgifte, AB, Impfung . . .
Anamnese und Verhaltensbeobachtungen bieten die wichtigsten Informationen. Auch ein zusätzliches Gespräch mit Kindern alleine (ohne Eltern) ist oft förderlich.
nach oben!
Symptome Symptome von ADS/ADHS
Aufmerksamkeits-"Schwäche" (nicht schwach, sondern nur kurz, aber durchaus intensiv!)
• Schwierigkeiten, etwas zu beginnen
• geringe Aufmerksamkeitsspanne mit schnell einsetzender Langeweile
• Abdriften bei „uninteressanten“ Aufgaben oder Vorgängen
• Tagträumerei
• Stimmungsschwankungen, kritikempfindlich, chronisch entmutigt
• mangelnde Kapazität des Arbeitsgedächtnisses
• Ablenkbarkeit
• häufige Lese-/Rechtschreibschwäche oder andere Teilleistungsschwächen
 
Hyper-Impulsivität
• mangelnde Verhaltenskontrolle
• handelt und redet rasch ohne nachzudenken
• niedrige Frustrationstoleranz
• nicht abwarten können
• kein planvolles Handeln
• fühlt sich leicht von anderen angegriffen/bedroht
 
Hyperaktivität
• Zappelphilipp-Syndrom
• gesteigerter Bewegungsdrang
 
Dies ist nur ein Auszug aus dem Symptomkatalog. Diese einzelnen Punkte haben wechselseitigen Einfluss aufeinander. Alle Symptome können in geringerem Ausmaß auch bei Kindern ohne ADS/ADHS vorkommen.
 
Folgen Folgen von ADS/ADHS
• Lernstörungen
• Wahrnehmungsstörungen
• Entwicklungsstörung
• soziale Störung
• Selbstwertproblematik
• emotionale Störung (Zwänge, Depressionen)
 
Mögliche Ursachen Mögliche Ursachen
• Vererbung
• allergische Reaktionen
• "modernes Leben" (Schnelllebigkeit, erschwerte Informationsverarbeitung – lässt keine Kreativität zu)
• unbekannte Faktoren
• systemische Hintergründe
nach oben!
Computer, Gameboys bringen kurzfristige Entlastung, weil diese Spiele durch die schnellen Abläufe die Aufmerksamkeit kurzzeitig fordern und fördern. Langfristig keine Linderung, insgesamt schädlich, völliges Verbot sinnlos, kontrollierte Erlaubnis gut, um mäßigen Umgang damit zu lernen.
 
Behandlung Behandlung von ADS/ADHS
1. Psychopharmaka/homöopathische Medikation
Bei Behandlung mit Ritalin geht es den Kindern und Erziehern z.T. besser. Das Medikament verursacht meist keine Schädigung bei kurzfristiger Einnahme. Homöopathika sind wesentlich verträglicher und effektiv bei richtiger Wahl.
2. Elternarbeit zur Beratung und Entlastung
3. Psychotherapeutische Förderung (Logopädie, Ergo-Therapie, heilpädagogische Förderung, Kunsttherapie, Verhaltenstherapie, Psycho-Motorik)
 
Homöopathischer ansatz Homöopathischer Ansatz
Eingangs erfolgt Eigenanamnese plus Fremdanamnese plus körperliche Untersuchung.
Die Homöopathie unterscheidet zwei Arten von ADS/ADHS:
1. ADS mit oder ohne Hyperaktivität (einseitige Erkrankung)
2. ADS mit oder ohne Hyperaktivität plus körperliche Symptomatik (z.B. Ekzeme, Asthma, rez. Infekte usw.).
Bei den Kindern der zweiten Kategorie ist die Behandlung einfacher. Die Kinder haben ein zweites Ventil für die Störung, und die Mittelfindung für den Homöopathen ist leichter.
 
In der reinen klassischen Homöopathie wird nur ein Mittel zu einer Zeit gegeben; es werden keine Komplexmittel gegeben.
 
Der behandelnde Homöopath muss erfahren sein und genau wissen, welches Mittel wann warum gegeben wird. Der Hintergrund der Arznei muss bekannt sein und er muss Erfahrung darin haben, welche Symptome welches Mittel erfordern (Simile-Regel: Similia similibus curentur = Ähnliches wird mit Ähnlichem geheilt). Die heilende Arznei muss nach der Symptomähnlichkeit erkannt und angewendet werden.
 
Die Voraussetzung zur Mittelwahl liegt in einer exakten vorurteilslosen Beobachtung der kindlichen Struktur bzw. des Krankheitszustandes. Dieser Zustand soll möglichst in allen Dimensionen erfasst werden – im seelischen, körperlichen und geistigen Bereich.
 
Homöopathie wird auch als die Heilkraft der Erfahrung bezeichnet. Je mehr Erfahrung in der Behandlung von ADS, desto besser kann das Mittel gefunden werden. Die Symptome bei der Behandlung von ADS/ADHS ändern sich häufig im Laufe der Zeit; d.h., die Mittel müssen auch gewechselt werden. Besserungen sind sehr häufig möglich. Prinzipiell kommen alle Mittel in Frage, es gibt keine bewährten Indikationen.
nach oben!
Praxiszugang Praxiszugang
• Gespräch mit Kind und/oder Eltern (möglichst beide) = Anamnese
• Verhaltensbeobachtung
• körperliche Untersuchung
 
Anschließende Behandlung Anschließende Behandlung
a) Bei Kindern, die Methylphenidat = Ritalin, Medikinet, Concerta nehmen
Die Behandlung mit Ritalin wird in der Regel nicht abgebrochen, sondern läuft erst auf unbestimmte Zeit weiter. Die psychischen und körperlichen Symptome werden genau beobachtet. Parallel dazu läuft eine homöopathische Behandlung.
Ritalin wird erst im Laufe der Behandlung abgesetzt, nämlich dann, wenn das homöopathische Mittel eine Verbesserung bringt. Ziel der Behandlung ist eine Steigerung der physischen und psychischen Befindlichkeit des Kindes möglichst ohne Ritalin. Die Symptomatik und Mittelgabe wird regelmäßig überprüft. Der ständige Austausch zwischen Arzt und Eltern bzw. dem Kind findet oft auf telefonischer Basis statt. 1x bis 2x im Jahr gibt es einen Austausch mit Kooperationspartnern (Lehrkräften, Therapeuten usw.).
Alle drei Monate werden die Kinder persönlich in der Praxis vorgestellt, in Krisen jederzeit (keine langen Wartezeiten).
 
b) Bei Kindern, die nicht Methylphenidat nehmen
Nur homöopathischer Ansatz. In Ausnahmefällen, z.B. wenn sich das geeignete Mittel schwer finden lässt und der Leidensdruck zu groß wird, wird auch Ritalin verschrieben. Notwendig ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Ritalin, da Ritalin ein Psychopharmakon ist und zur Gruppe, der Amphetamine zählt. Ritalin kann vorübergehend in Ordnung sein, wenn es den Kindern und den Familien hilft; eine heilende Wirkung hat, es nicht. Homöopathische Behandlung verspricht eher eine heilende Wirkung.
 
Kosten Die Kosten der homöopathischen Behandlung
können nicht über die gesetzlichen Kassen abgerechnet werden; die Kosten halten sich aber durchaus in Grenzen. Für die Eingangsanamnese werden je nach Zeitaufwand € 150 bis € 250 berechnet, für die weitere Behandlung ist durchschnittlich/Monat mit € 30 bis € 50 zu rechnen. Alle zwei bis vier Monate findet ein Praxistermin statt; dazwischen regelmäßige Telefonate. Die Behandlungsdauer ist sehr unterschiedlich und orientiert sich am Verlauf.
nach oben!
© 2007 HOMTPZ | Impressum