| Psychologische Testverfahren sind
mit Skepsis zu betrachten. Diese spiegeln oft die Realität
nicht wieder, sondern die Testsituation / Motivation des
Kindes, und dienen z.T. der Legitimation der Therapie
und der Kostenübernahme. |
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Ausschließende Erkrankungen/Faktoren |
• Hochbegabung • soziale
und familiäre Probleme • Entwicklungsstörungen
• hirnorganische Störungen/Erkrankungen (z.B.
Tumor, Verletzungen) • psychische Erkrankungen
• neurologische Erkrankungen • Schulprobleme
• Folgen von Misshandlung/Vernachlässigung
• schwer belastende Erlebnisse • Schädigung
durch Umweltgifte, AB, Impfung . . . |
| Anamnese und Verhaltensbeobachtungen
bieten die wichtigsten Informationen. Auch ein zusätzliches
Gespräch mit Kindern alleine (ohne Eltern) ist oft
förderlich. |
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Symptome von ADS/ADHS |
| Aufmerksamkeits-"Schwäche"
(nicht schwach, sondern nur kurz, aber durchaus intensiv!) |
• Schwierigkeiten, etwas zu beginnen
• geringe Aufmerksamkeitsspanne mit schnell
einsetzender Langeweile • Abdriften bei „uninteressanten“
Aufgaben oder Vorgängen • Tagträumerei
• Stimmungsschwankungen, kritikempfindlich, chronisch
entmutigt • mangelnde Kapazität des Arbeitsgedächtnisses
• Ablenkbarkeit • häufige Lese-/Rechtschreibschwäche
oder andere Teilleistungsschwächen |
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| Hyper-Impulsivität |
• mangelnde Verhaltenskontrolle
• handelt und redet rasch ohne nachzudenken
• niedrige Frustrationstoleranz • nicht
abwarten können • kein planvolles Handeln
• fühlt sich leicht von anderen angegriffen/bedroht |
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| Hyperaktivität |
• Zappelphilipp-Syndrom •
gesteigerter Bewegungsdrang |
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| Dies ist nur ein Auszug aus dem Symptomkatalog.
Diese einzelnen Punkte haben wechselseitigen Einfluss
aufeinander. Alle Symptome können in geringerem Ausmaß
auch bei Kindern ohne ADS/ADHS vorkommen. |
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Folgen von ADS/ADHS |
• Lernstörungen •
Wahrnehmungsstörungen • Entwicklungsstörung
• soziale Störung • Selbstwertproblematik
• emotionale Störung (Zwänge, Depressionen) |
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Mögliche Ursachen |
• Vererbung • allergische
Reaktionen • "modernes Leben" (Schnelllebigkeit,
erschwerte Informationsverarbeitung – lässt
keine Kreativität zu) • unbekannte Faktoren
• systemische Hintergründe |
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| Computer, Gameboys bringen kurzfristige
Entlastung, weil diese Spiele durch die schnellen Abläufe
die Aufmerksamkeit kurzzeitig fordern und fördern.
Langfristig keine Linderung, insgesamt schädlich,
völliges Verbot sinnlos, kontrollierte Erlaubnis
gut, um mäßigen Umgang damit zu lernen. |
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Behandlung von ADS/ADHS |
| 1. |
Psychopharmaka/homöopathische
Medikation
Bei Behandlung mit Ritalin geht es den Kindern und
Erziehern z.T. besser. Das Medikament verursacht
meist keine Schädigung bei kurzfristiger Einnahme.
Homöopathika sind wesentlich verträglicher
und effektiv bei richtiger Wahl. |
| 2. |
Elternarbeit zur Beratung und Entlastung |
| 3. |
Psychotherapeutische Förderung
(Logopädie, Ergo-Therapie, heilpädagogische
Förderung, Kunsttherapie, Verhaltenstherapie,
Psycho-Motorik) |
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Homöopathischer Ansatz |
Eingangs erfolgt Eigenanamnese plus
Fremdanamnese plus körperliche Untersuchung.
Die Homöopathie unterscheidet zwei Arten von ADS/ADHS: |
1. ADS mit oder ohne Hyperaktivität
(einseitige Erkrankung)
2. ADS mit oder ohne Hyperaktivität plus körperliche
Symptomatik (z.B. Ekzeme, Asthma, rez. Infekte usw.). |
| Bei den Kindern der zweiten Kategorie
ist die Behandlung einfacher. Die Kinder haben ein zweites
Ventil für die Störung, und die Mittelfindung
für den Homöopathen ist leichter. |
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| In der reinen klassischen Homöopathie
wird nur ein Mittel zu einer Zeit gegeben; es werden keine
Komplexmittel gegeben. |
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| Der behandelnde Homöopath muss
erfahren sein und genau wissen, welches Mittel wann warum
gegeben wird. Der Hintergrund der Arznei muss bekannt
sein und er muss Erfahrung darin haben, welche Symptome
welches Mittel erfordern (Simile-Regel:
Similia similibus curentur = Ähnliches wird mit Ähnlichem
geheilt). Die heilende Arznei muss nach der Symptomähnlichkeit
erkannt und angewendet werden. |
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| Die Voraussetzung zur Mittelwahl
liegt in einer exakten vorurteilslosen Beobachtung der
kindlichen Struktur bzw. des Krankheitszustandes. Dieser
Zustand soll möglichst in allen Dimensionen erfasst
werden – im seelischen, körperlichen und geistigen
Bereich. |
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| Homöopathie wird auch als die
Heilkraft der Erfahrung bezeichnet. Je mehr Erfahrung
in der Behandlung von ADS, desto besser kann das Mittel
gefunden werden. Die Symptome bei der Behandlung von ADS/ADHS
ändern sich häufig im Laufe der Zeit; d.h.,
die Mittel müssen auch gewechselt werden. Besserungen
sind sehr häufig möglich. Prinzipiell kommen
alle Mittel in Frage, es gibt keine bewährten Indikationen. |
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Praxiszugang |
• Gespräch mit Kind und/oder
Eltern (möglichst beide) = Anamnese • Verhaltensbeobachtung
• körperliche Untersuchung |
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Anschließende Behandlung |
| a) Bei Kindern, die Methylphenidat =
Ritalin, Medikinet, Concerta nehmen |
Die Behandlung mit Ritalin wird in
der Regel nicht abgebrochen, sondern läuft erst auf
unbestimmte Zeit weiter. Die psychischen und körperlichen
Symptome werden genau beobachtet. Parallel dazu läuft
eine homöopathische Behandlung.
Ritalin wird erst im Laufe der Behandlung abgesetzt, nämlich
dann, wenn das homöopathische Mittel eine Verbesserung
bringt. Ziel der Behandlung ist eine Steigerung der physischen
und psychischen Befindlichkeit des Kindes möglichst
ohne Ritalin. Die Symptomatik und Mittelgabe wird regelmäßig
überprüft. Der ständige Austausch zwischen
Arzt und Eltern bzw. dem Kind findet oft auf telefonischer
Basis statt. 1x bis 2x im Jahr gibt es einen Austausch
mit Kooperationspartnern (Lehrkräften, Therapeuten
usw.).
Alle drei Monate werden die Kinder persönlich in
der Praxis vorgestellt, in Krisen jederzeit (keine langen
Wartezeiten). |
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| b) Bei Kindern, die nicht Methylphenidat
nehmen |
| Nur homöopathischer Ansatz.
In Ausnahmefällen, z.B. wenn sich das geeignete Mittel
schwer finden lässt und der Leidensdruck zu groß
wird, wird auch Ritalin verschrieben. Notwendig ist ein
verantwortungsvoller Umgang mit Ritalin, da Ritalin ein
Psychopharmakon ist und zur Gruppe, der Amphetamine zählt.
Ritalin kann vorübergehend in Ordnung sein, wenn
es den Kindern und den Familien hilft; eine heilende Wirkung
hat, es nicht. Homöopathische Behandlung verspricht
eher eine heilende Wirkung. |
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Die Kosten der homöopathischen Behandlung |
| können nicht über die gesetzlichen
Kassen abgerechnet werden; die Kosten halten sich aber
durchaus in Grenzen. Für die Eingangsanamnese werden
je nach Zeitaufwand € 150 bis € 250 berechnet,
für die weitere Behandlung ist durchschnittlich/Monat
mit € 30 bis € 50 zu rechnen. Alle zwei bis
vier Monate findet ein Praxistermin statt; dazwischen
regelmäßige Telefonate. Die Behandlungsdauer
ist sehr unterschiedlich und orientiert sich am Verlauf. |